Die Unterbringung unserer Meerschweinchen:

Am Anfang behalfen wir uns noch mit einem handelsüblichen Käfig, der über drei Etagen ging. Doch uns wurde schnell klar, dass wenn wir uns weiter diesem Hobby widmen, wir in Punkto Käfige expandieren mussten.
Also wurde im Souterrainbereich ein Raum speziell für unsere Meerschweinchen geschaffen. Da die Be- und Entlüftung ein wichtiger Aspekt für die Gesundheit der Tiere ist, wurde als erstes ein neues Fenster eingebaut, was mit einem Lüfter versehen war.

Danach folgte die erste „Schweinewand". Sie besteht aus 12 Boxen á 110cm x 60 cm. Drei Boxen davon können noch einmal mit einer Plexiglasscheibe unterteilt werden.
Pro Etage befinden sich drei Boxen, die wiederum durch ein graues Kunststoffrohr verbunden werden können. Dies ermöglich eine Gruppenhaltung auf einer größeren Fläche, maximal von 330cm x 60 cm.
Als Werkstoff wurden im Bodenbereich Siebdruckplatten verwendet, die absolut wasserfest sind. Rück- und Seitenwände sind aus kunststoffbeschichteten Spanplatten, die jedoch auf Grund der Versiegelung in den Eckbreichen und der Bauweise, nie im Schnittbereich mit den Ausscheidungen der Meerschweinchen in Berührung kommen. Dies verhindert ein Aufquellen der Spanplatten. Im vorderen Bereich sind Makrolonscheiben mit einer Höhe von 25 cm verwendet worden. Der Vorteil liegt darin, dass kein Streu hinausgeworfen werden kann und durch das herausziehen der Scheiben, ist eine leichte Reinigung der Boxen gewährleistet. Ebenso haben die Meerschweinchen freie Sicht in den Raum und durch speziell gebohrte Löcher in den Frontscheiben ist auch eine Luftzirkulation gewährleistet, was eine Ansammlung von Ammoniakgasen verhindert.
Wand 1
Eckbereich und Wand 3
Die „Bock- und Wurfwand"
Die zuletzt gebaute Schweinewand, die speziell für Böcke und ausgezählte Weibchen geschaffen wurde, besteht ebenfalls aus zwölf Einzelboxen mit je einer Grundfläche von 60cm x 60 cm. Prinzipiell wurde sie wie die andere Wand gebaut, jedoch sind die Boxen in der waagerechten untereinander optisch durch Makrolonscheiben getrennt, damit in der kurzen Zeit die sie in dieser Box verbringen, sie wenigstens Blickkontakt zu anderen Meerschweinchen haben. Den Zwiespalt der Einzelhaltung versuchen wir so gut wie möglich zu unterbinden, denn er ist nicht artgerecht! Jedoch gibt es immer wieder Situation, wo es sich zeitlich begrenzt nicht verhindern lässt. Doch unser Bestreben ist es, dies wenn nur eben möglich zu verhindern, denn dafür lieben wir unsere Tiere viel zu sehr!
Wand 2
Haus "Herbstsonne"

Im Herbst 2008 bauten wir die Außenanlage mit dem hübschen Namen „Herbstsonne". Nun dieser Name hat auch einen Grund, denn es ist der Altersruhestand unserer Zuchttiere, die in Rente gegangen sind.
Die zwei Außengehege, die auf den Bildern halt noch nicht eingerichtet sind, haben eine Grundfläche von 150 x 300 Zentimeter. Durch eine Klappe, die abends grundsätzlich verschlossen wird…natürlich nach dem wir die Schweine rein getrieben haben…gelangen die Tiere in den Innenbereich. Die Gehege sind, was auf dem Bild nicht zu sehen ist, mit einem Katzenschutznetz abgedeckt.
Der Innenbereich hat wiederum zwei Innenanlagen, die eine Grundfläche von 100 x 200 Zentimeter aufweisen und über denen dann noch einmal zwei Etagen sich aufbauen, die eine Grundfläche von 100 x 60 vorweisen. Über jedes Innengehege können die Schweine über eine Rampe in die zwei obersten Etagen laufen, die aber wiederum auch im verschlossenen Zustand als „Sommersitz" für Zuchttiere dienen sollen, die dann einmal Urlaub vom Souterrain machen.
Jetzt im Winter, selbst bei Minus 18 Grad hat sich der Innenbereich schon bewährt, denn durch eine zentrale Gasheizung wurde der Raum konstant auf 7°C gehalten.
Freiauslauf "Herbstsonne"
Innenbereich "Herbstsonne" mit den einzelnen Etagen
Bodengehege innen
Das Pigport:

Auf der Suche nach einer Alternative zur Heuraufe kam mir die Idee eines Unterstandes, der Geborgenheit vermittelt, sowie auch noch Heu "liefert".
Somit war die Idee geboren und es ging ans Heimwerken. Das Heu, was ober auf dem Pigport liegt, kann durch das "Gitterdach" vom Meerschweinchen herausgezupft werden.
Das Meerschweinchen selber verletzt sich auch nicht mehr in der Heuraufe, was leider ja schon einmal bei mir vorkam, jedoch Gott sei Dank glimpflich verlief.
Ich kann diese Pigports nur wärmstens empfehlen und wer handwerklich etwas geschickt ist, kann es sich ohne Problem selber bauen. Es gibt auch eine große Version davon, die steht im Freiauslauf und ist eigentlich der Dreh- und Angelpunkt der Meerschweinchen im Freiauslauf.